BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

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Enabling the Future of Medicine

#BfArM: Partner in Deutschland und Europa

Die Revision des EU-Arzneimittelrechts ist eine einmalige Gelegenheit, die Arzneimittelgesetzgebung innerhalb der EU neu zu gestalten.

Über ihre Zusammenarbeit und die Zukunft des europäischen Netzwerks zur Arzneimittelregulierung sprechen die Direktorin der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) Emer Cooke und der Präsident des BfArM Prof. Dr. Karl Broich.

Künstliche Intelligenz wird einen großen Teil des Umfelds verändern, in dem wir heute arbeiten, und sie wird auch das Gesundheitswesen und die Entwicklung neuer Behandlungen verändern.

Dr. Björn Eriksson ist Director General der schwedischen Arzneimittelbehörde, die schon seit drei Jahren KI aktiv einsetzt. Über den Einsatz von KI, die Nutzung von Big Data und die rasanten Entwicklungen im europäischen Netzwerk hat der Präsident des BfArM Prof. Dr. Karl Broich mit ihm gesprochen.

Wir setzen Impulse und bereiten den Weg für Innovationen

Die Digitalisierung beschleunigt Veränderungen in der Gesellschaft und ermöglicht Innovationen in vielen Bereichen. Gerade im Gesundheitssektor ist es für die Gesundheit der Menschen wichtig, diese Innovationen zu ermöglichen und zu fördern. Dr. Wiebke Löbker ist Leiterin des Innovationsbüros und erläutert, was im BfArM dafür geschieht.

Gemeinsam engagiert für die beste Zulassung

Regulatorische Expertise auf der einen, akademisch-klinisches Fachwissen auf der anderen Seite: Bringt man dieses Know-how in Zulassungs­verfahren für neue Arzneimittel zusammen, profitieren Menschen mit Erkrankungen. In einem Pilotprojekt haben jetzt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der klinischen Onkologie die Chance, an der Arzneimittel­bewertung mitzuwirken. Das BfArM ist dabei als Impulsgeber an vielen Stellen beteiligt.

CHMP

Committee for Medicinal Products for Human Use

Wer in der EU ein Arzneimittel zulassen möchte, stellt dazu einen Antrag bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA). Dort werden die Unterlagen im Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) wissen­schaftlich bewertet. Im Ausschuss kommen etwa 60 Expertinnen und Experten zusammen. Sie stammen zumeist aus den nationalen Zulassungsbehörden, die über das Netzwerk der Leiterinnen und Leiter der europäischen Zulassungsbehörden (HMA) miteinander verbunden sind.

STARS

Strengthening Training of Academia in Regulatory Science

Das Ziel von STARS war, regulatorisches Wissen im akademischen Forschungs­umfeld zu stärken und die klinische Forschung besser für die Gesundheits­systeme nutzbar zu machen.

Pilotprojekt

Im Mai 2023 haben HMA und EMA das Pilotprojekt Onkologie gestartet.

Der Schwerpunkt des Pilotprojekts liegt auf der wissen­schaftlichen Beratung und der Beurteilung von Zulassungen für Humanarzneimittel.

Fluorchinolone: Von Nutzen und Risiken

Treten bei einem Arzneimittel unerwünschte Wirkungen auf, greifen auf EU-Ebene Mechanismen zur Risikominimierung. Das BfArM bringt dazu seine Expertise in den Gremien der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) ein. Dass hier auch langanhaltender Einsatz gefragt ist, zeigt das Beispiel Fluorchinolone: Nachdem teils irreversible Nebenwirkungen bei der Anwendung auftraten, ließ das BfArM diese Antibiotika immer wieder auf den Prüfstand stellen. Mit Erfolg.

Von der Fallakte zum Muster

Das weite und hochdynamische Feld der Medizinprodukte ist geprägt von Technologiesprüngen und Innovationen. Dem gegenüber stehen Prozesse beim Marktzugang und in der Risiko­bewertung, die wesentlich auf manuell erstellten Tabellen und Texten beruhen – der Gegensatz könnte kaum größer sein. Um die Lücke zwischen dynamischer Technologiewelt und der aktuellen Bewertungsrealität zu schließen, bringt das BfArM sein Know-how der Risikobearbeitung und -bewertung von Medizinprodukten gezielt in zukunftsweisende Initiativen ein.

Die unsichtbaren Kranken

Es gibt in Deutschland keine genauen Daten darüber, wie viele Menschen an einer „Seltenen Erkrankung“ leiden. Ein Problem mit weitreichenden Folgen: Ohne genaue Daten fehlt der Gesundheitspolitik eine wichtige Entscheidungsgrundlage. Das BfArM will das ändern – unter anderem, um damit Forschung und neue Therapien zu ermöglichen.

4 Mio.

Menschen in Deutschland leiden schätzungsweise an einer Seltenen Erkrankung.

Die genaue Zahl bleibt unbekannt, weil für viele dieser Erkrankungen keine genaue Kodierung im Gesundheitssystem möglich ist.

6.000 bis 8.000

Seltene Erkrankungen sind bekannt.

In der internationalen Referenzdatenbank Orphanet werden mittlerweile mehr als 6.000 Seltene Erkrankungen erfasst, die alle ihren eigenen ORPHAcode besitzen.

Nur für 500

Seltene Erkrankungen gibt es einen spezifischen ICD Kode.

Die übrigen Seltenen Erkrankungen werden mit Kodes verschlüsselt, denen gleichzeitig noch weitere, häufiger vorkommende Erkrankungen zugeordnet sind.

Letztlich soll die Wirksamkeit und Sicherheit von Arzneimitteln erhöht werden.

Zehn Partnerinstitutionen aus Europa sind an dem Projekt Real4Reg beteiligt, das von Dr. Silja Wortberg für das BfArM koordiniert wird. Mit großen Datenmengen aus dem Gesundheitswesen und künstlicher Intelligenz sollen regulatorische Prozesse verbessert werden.

Das BfArM in Zahlen

Wie viele Arzneimittel sind in Deutschland verkehrsfähig? Wie viele klinische Studien werden jährlich registriert? Wie viele Risikomeldungen für Medizinprodukte gehen beim BfArM ein? Dieses Kapitel bildet Daten und Statistiken ab, die beispielhaft für die Arbeit und Vielfalt von Europas größter Behörde im Bereich der Zulassung und Sicherheit von Arzneimitteln und Medizinprodukten stehen.

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